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Gute Nachrichten für Millionen Haushalte in Deutschland: 2026 könnten viele Verbraucher endlich aufatmen. Nach Jahren hoher Energiepreise stellt Eon-Chef Leonhard Birnbaum spürbare Entlastungen in Aussicht. Weil der Bund bei Netzentgelten entlastet und die Folgen der Energiekrise von 2022 weiter abgearbeitet werden, sollen Strom und Gas für viele Kunden deutlich günstiger werden. Für einen Drei-Personen-Haushalt könne die Stromrechnung nach seinen Worten rund 150 Euro niedriger ausfallen als 2025, beim Gas seien sogar etwa 200 Euro Ersparnis drin. Endlich weniger Druck auf den Geldbeutel.
Doch die Freude könnte schnell wieder vorbei sein. Birnbaum dämpft die Hoffnung auf dauerhaft niedrige Preise. Schon ab 2027 rechnet der Chef des größten europäischen Netzbetreibers wieder mit steigenden Kosten. Der Grund: Der massive Umbau des Energiesystems, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die schwankende Erzeugung kosten Milliarden. Diese Summen landen am Ende bei den Verbrauchern. Auch beim Gas erwartet er einen Preisanstieg, weil immer weniger Kunden die Netzkosten tragen und sich diese dadurch verteuern.
Für den Eon-Chef ist klar: Deutschland muss die Energiewende effizienter gestalten. Der Ausbau sei zu lange an Bedarf und Infrastruktur vorbeigegangen, dazu mit zu vielen Subventionen belastet worden. Besonders deutlich wird er bei der Solar-Förderung. Dachsolaranlagen müssten sich künftig allein am Markt behaupten, sagt Birnbaum. Diese Förderung sei nicht mehr nötig, Photovoltaik rechne sich auch so. Ein Erfolg für die Energiewende, wie er betont.
Gleichzeitig warnt er vor sozialen Schieflagen. Wer ein eigenes Haus besitzt und in Solaranlagen investieren kann, profitiert. Mieter dagegen zahlen oft die volle Netzkostenlast und haben wenig vom Solarboom. Die Energiewende werde damit zunehmend zur sozialen Frage. Klar ist: 2026 dürfte für viele Haushalte ein Jahr zum Durchatmen werden. Aber schon kurz danach droht der nächste Kostenanstieg.
Geschrieben von: stanley.dost
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