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Große Unterschiede beim Bewohnerparken: Was Anwohner in NRW 2026 zahlen müssen

today5. Januar 2026

Hintergrund
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Wer in Nordrhein-Westfalens größeren Städten auf einen Bewohnerparkausweis angewiesen ist, muss je nach Wohnort sehr unterschiedlich tief in die Tasche greifen, berichten Medien. Die Gebühren variieren teils erheblich von niedrigen zweistelligen Beträgen bis hin zu mehreren hundert Euro im Jahr. Für 2026 sind allerdings in vielen Städten keine Erhöhungen geplant, vereinzelt könnten die Kosten sogar sinken.

Besonders günstig ist das Bewohnerparken weiterhin in Düsseldorf und Bielefeld. Dort zahlen Anwohner bei einer Online-Beantragung rund 25 bis 26 Euro jährlich, im Bürgerbüro jeweils etwa 30 Euro. Auch Duisburg liegt mit aktuell 30,70 Euro pro Jahr im unteren Bereich. Teurer wird es hingegen in Essen mit 75 Euro und in Bochum mit 90 Euro.

Deutlich höhere Gebühren fallen in anderen Kommunen an. In Köln richtet sich der Preis nach der Fahrzeuglänge und liegt zwischen 100 und 120 Euro pro Jahr. In Gütersloh werden jährlich 153 Euro fällig, in Münster sogar 260 Euro. Spitzenreiter ist derzeit Bonn mit 360 Euro im Jahr allerdings hat die Stadt angekündigt, diese vergleichsweise hohe Gebühr im Laufe des Jahres 2026 senken zu wollen.

Einen Sonderweg geht Aachen: Dort wird die Gebühr seit Mai 2025 nach der Fahrzeugfläche berechnet. Pro belegtem Quadratmeter fallen 30 Euro an, hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von 15 Euro.

Für das kommende Jahr rechnen viele Städte nicht mit höheren Kosten. Kommunen wie Bochum, Düsseldorf, Essen, Gütersloh, Köln und Münster haben angekündigt, die Gebühren 2026 stabil zu halten. Während Bonn eine Senkung prüft, denkt Duisburg über eine mögliche Erhöhung nach, über die die politischen Gremien noch entscheiden müssen.

Bewohnerparkzonen sollen den Parkdruck in Wohngebieten reduzieren. Anwohner dürfen mit Ausweis dort zeitlich unbegrenzt oder zu festgelegten Zeiten parken, während für Gäste meist Gebühren oder zeitliche Beschränkungen gelten. Nach Angaben vieler Städte verbessert das System die Parkplatzsituation für die dort lebenden Menschen.

Rechtliche Grundlage ist die Reform des Straßenverkehrsgesetzes aus dem Jahr 2024. Sie gibt Städten und Gemeinden mehr Spielraum bei der Ausgestaltung und Berechnung der Gebühren für Bewohnerparkausweise.

Geschrieben von: Florian Jäger

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