Regional

LWL zieht Bilanz 2025: Über 1,6 Millionen Besucher trotzen Baustellen und feiern Kultur

today6. Januar 2026

Hintergrund
share close

Trotz umfangreicher Bauarbeiten und Umbauten haben die Museen, Stiftungen und Besucherzentren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Jahr 2025 mehr als 1,61 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Damit bestätigen die Einrichtungen ihre große Anziehungskraft auch unter schwierigen Bedingungen nur leicht unter den Zahlen des Vorjahres (2024: 1,71 Millionen; 2023: 1,80 Millionen).

„Mit großen Bauinvestitionen auf der einen Seite und dem Ideenreichtum unserer Mitarbeitenden auf der anderen sichern wir die Attraktivität unserer Häuser langfristig“, erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Besonders bemerkenswert: Trotz Baustellen in zwei Museen und auf Burg Hülshoff fiel der Rückgang nur minimal aus.

Höhepunkte aus Münster:
Das LWL-Museum für Naturkunde mit Planetarium in Münster zählte rund 221.000 Besuche, trotz laufender Großbaustelle. Publikumsmagnet war die Sonderausstellung „Gene Vielfalt des Lebens“, kombiniert mit interaktiven Planetariumsshows und Vorträgen renommierter Wissenschaftler. Für 2026 ist bereits die Eröffnung einer paläontologischen Ausstellung geplant, die Dinosaurier und Erdgeschichte in den Fokus rückt.

Im LWL-Museum für Kunst und Kultur lockten Ausstellungen wie „Kirchner. Picasso“ und „Faszination Lack“ über 166.000 Gäste. Besonders der „Lange Freitag“ mit freiem Eintritt und kreative Formate wie Aktzeichnen und Tanzperformances begeisterten tausende Besucher.

Erfolgreiche Standorte in Westfalen-Lippe:

  • Dortmund – Zeche Zollern: 108.000 Besucher, Steigerung durch Events wie „Extra-Schicht“ und die Museumsnacht.

  • Bochum – Zeche Hannover: 22.000 Gäste, Highlight: Familienfreundliche Sonderausstellung „Industrie-Insekten“.

  • Detmold – LWL-Freilichtmuseum: 142.000 Besuche, Fokus auf Nachhaltigkeit und Mitmachaktionen wie „Freilichtgenuss“.

  • Hagen – LWL-Freilichtmuseum: 117.000 Besucher, Schwerpunkt modernes Handwerk, inklusive Workshops und Künstlerresidenzen.

  • Lage – Ziegelei: 44.000 Besucher, Publikumslieblinge: Töpfermarkt und Weihnachtsmarkt, trotz fehlender Dauerausstellung.

  • Petershagen – Glashütte Gernheim: 21.000 Gäste, stark nachgefragt: Führungen und Mitmachaktionen.

  • Herne – LWL-Museum für Archäologie und Kultur: 47.000 Besucher, digitale Angebote und TikTok-Kanal ausgezeichnet mit „DigAMus Award“.

  • Haltern – Römermuseum: 45.000 Gäste, Höhepunkte: Familiensonntage und Mitmachaktionen „Rudern wie die Römer“.

  • Paderborn – Kaiserpfalz: 21.000 Besucher für die Jubiläumsausstellung „775 – Westfalen“, eröffnet von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

  • Minden – Preußenmuseum: 4.300 Besucher, Höhepunkte: Internationale Museumstage, Sonderausstellung „Europa in Harmonie“.

  • Havixbeck – Droste-Stiftung: 156.000 Besucher, trotz Baustelle, Publikumsmagneten: Droste Festival und Halloween-Events auf Burg Hülshoff.

Ein Jahr voller Vielfalt und Innovation:
Von klassischen Sonderausstellungen über interaktive Workshops bis hin zu digitalen Vermittlungsformaten hat der LWL 2025 ein breites Publikum erreicht Kinder, Familien, Studierende, Kulturschaffende und Wissenschaftler. Die Kombination aus bewährten Formaten und neuen, kreativen Angeboten zeigt, wie moderne Kulturvermittlung in Westfalen-Lippe funktioniert.

Rüschoff-Parzinger resümiert: „Unsere Zahlen beweisen, dass das Publikum unsere Arbeit wertschätzt – selbst in Zeiten großer Bauprojekte. Die LWL-Kultureinrichtungen sind und bleiben Orte der Begegnung, des Lernens und des Staunens.“

Geschrieben von: Florian Jäger

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet