Lemgo

Zauber, der wirkt: „Die kleine Hexe“ lässt Lemgos Museum Besucherrekorde brechen

today7. Januar 2026

Hintergrund
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Mehr als neun Monate lang verwandelte sich das Hexenbürgermeisterhaus in eine magische Erlebniswelt mit großem Erfolg. Die Mitmachausstellung „Die kleine Hexe“ nach Otfried Preußler entwickelte sich zu einem echten Publikumsmagneten und sorgte für einen deutlichen Besucherzuwachs. Obwohl die Geschichte inzwischen über 70 Jahre alt ist, begeistert sie Kinder wie Erwachsene noch immer gleichermaßen.

Große Ausstellung clever angepasst

Ursprünglich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart zu sehen, wurde die Ausstellung für die besonderen räumlichen Gegebenheiten des Lemgoer Museums neu konzipiert. In den verwinkelten Räumen entstand eine interaktive Erlebniswelt mit Mitmach-Stationen, haptischen Elementen und altersgerechten Texten, die eigenständiges Entdecken förderte und die Geschichte lebendig werden ließ.

Publikumsmagnet für Familien und Schulen

Mit der Ausstellung wollte das Museum gezielt Familien und jüngere Besucherinnen und Besucher ansprechen ein Ziel, das deutlich übertroffen wurde. Über 18.000 Menschen besuchten das Museum im Jahr 2025, seit Eröffnung der Sonderausstellung stiegen die Besucherzahlen um mehr als 50 Prozent. Besonders Schulen, Kitas und OGS-Gruppen nutzten die kostenfreien Führungen. Über 100 Gruppenbuchungen kamen zusammen, ergänzt durch kreative Workshops, in denen Kinder das Gesehene spielerisch vertiefen konnten.

Von Besenbau bis Hörspiel ein Programm mit Zauber

Ein breit gefächertes Vermittlungsangebot trug maßgeblich zum Erfolg bei: Kinder bauten Hexenhäuser und Besen, produzierten Hörspiele, zeichneten oder tauschten sich generationenübergreifend über Kindheitserinnerungen aus. Auch Kindergeburtstage und Ferienspielaktionen fanden großen Anklang. Veranstaltungen wie Lesungen, Kino-Nachmittage, Zaubershows, Bastelaktionen und Themenabende für Erwachsene rundeten das Programm ab und machten das Museum zu einem lebendigen Treffpunkt.

Kommentar

Der Erfolg der Ausstellung zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in interaktiven Museumsformaten steckt. „Die kleine Hexe“ bewies, dass klassische Kinderliteratur auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Kraft verloren hat vorausgesetzt, sie wird zeitgemäß und erlebnisorientiert vermittelt. Das Hexenbürgermeisterhaus hat hier Maßstäbe gesetzt und gezeigt, wie Museen zu Orten werden können, an denen Generationen gemeinsam staunen, lernen und entdecken.

Geschrieben von: Florian Jäger

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