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Schleudergang für Miele: Clan soll Hausgeräte-Riesen betrogen haben

today17. Januar 2026 5

Hintergrund
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Ein mutmaßlicher Betrugsskandal erschüttert Ostwestfalen-Lippe: Ein in der Region ansässiger Familienclan soll den Hausgerätehersteller Miele um mehr als 200.000 Euro geschädigt haben. Wie mehrere Medien berichten, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Männer und eine Frau erhoben. Die Beschuldigten leben demnach unter anderem in Detmold und Augustdorf.

Nach bisherigen Ermittlungen nutzten die Angeklagten gezielt eine Lücke im Service-System von Miele aus. Service-Techniker des Unternehmens können bei Einsätzen in Privathaushalten neue Geräte direkt auf Rechnung verkaufen, die anschließend von Miele ausgeliefert werden. Genau dieses Verfahren soll der Clan systematisch missbraucht haben.

Die Beschuldigten sollen unter falschen Namen zahlreiche Haushaltsgeräte bestellt haben – ohne die Rechnungen zu begleichen. Die Ware sei anschließend unmittelbar weiterverkauft worden. So soll sich der Schaden für den Traditionshersteller auf eine Summe von über 200.000 Euro belaufen haben.

Mitte vergangenen Jahres flog die Betrugsmasche auf. In der Folge durchsuchte die Polizei mehrere Wohnungen der Verdächtigen, teilweise mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften (SEK). Die Ermittler stellten dabei Beweismaterial sicher.

Im April soll der Fall vor Gericht verhandelt werden. Miele hat laut Medienberichten inzwischen auf den Vorfall reagiert und seine internen Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft. Der Prozess dürfte zeigen, wie professionell die mutmaßlichen Täter vorgingen – und welche Konsequenzen der Betrug für die Beteiligten haben wird.

Geschrieben von: stanley.dost

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