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today9. Januar 2026
Wenn Straßen spiegelglatt sind oder Schnee die Zufahrten blockiert, steht nicht der volle Müllcontainer im Fokus, sondern die Sicherheit der Beschäftigten. Die Entscheidung, ob Müllfahrzeuge ausrücken, liegt bei den kommunalen Entsorgungsbetrieben oder den von ihnen beauftragten Unternehmen. Maßgeblich sind Arbeitsschutzvorgaben, Haftungsfragen und die aktuelle Verkehrslage. Gefährliche Fahrmanöver mit tonnenschweren Fahrzeugen sollen um jeden Preis vermieden werden.
Entgegen vieler Vermutungen werden Abfuhren nicht pauschal gestrichen. Oft erfolgt eine tagesaktuelle oder sogar streckenbezogene Entscheidung. Manche Stadtteile werden angefahren, andere nicht. Kommunen versuchen, die Bürger über Webseiten, Apps oder lokale Medien zu informieren was bei plötzlich einsetzendem Winterwetter nicht immer reibungslos gelingt.
Auch die Bürger stehen in der Pflicht: Gehwege, Zufahrten und Tonnenstandplätze müssen geräumt und gestreut sein. Ist ein Müllplatz nicht sicher erreichbar, darf die Abfuhr die Leerung verweigern. Bleibt die Tonne voll, heißt es: stehen lassen, Geduld bewahren und auf eine Nachleerung warten. Wildes Abladen oder „kreative Eigenentsorgung“ sind tabu.
Der volle Müllbehälter vor der Haustür ist ärgerlich, keine Frage. Doch der reflexhafte Vorwurf von Faulheit oder Versagen greift zu kurz. Müllabfuhr ist Schwerstarbeit unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig braucht es von den Kommunen transparente Kommunikation und verlässliche Nachholtermine. Winter ist planbar Überraschungen sollten es nicht sein. Nur wenn Bürger und Entsorger gemeinsam Verantwortung übernehmen, bleibt der Winter zwar kalt, aber wenigstens ordentlich.
Geschrieben von: Florian Jäger
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