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Lemgo stark bei Sozialwohnungen

Gunnar Noll

Während vielerorts bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist, sticht eine Stadt im Kreis Lippe heraus, Lemgo. Keine andere der 16 lippischen Städte hat pro Kopf mehr öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Zahlen sind eindeutig: 33 Sozialwohnungen pro 1.

Während vielerorts bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist, sticht eine Stadt im Kreis Lippe heraus, Lemgo. Keine andere der 16 lippischen Städte hat pro Kopf mehr öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Zahlen sind eindeutig: 33 Sozialwohnungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Platz eins im Kreis. Wer einen Wohnberechtigungsschein hat, findet hier statistisch die besten Chancen auf eine günstige Wohnung.

"Der Bedarf an preisgebundenem Wohnraum steigt. Deswegen ist es zwar toll, dass wir derzeit die meisten Sozialwohnungen pro Kopf lippeweit haben, aber wir müssen dran bleiben, damit das zukünftig noch mehr werden. Das berücksichtigen wir einerseits bei der Planung von neuen Baugebieten, aber das ist auch etwas, worum es uns bei unserer beschlossenen Genossenschaft geht. Das hat der Markt in den letzten Jahren leider nicht immer von selbst geregelt, deswegen werden wir uns da künftig engagieren", bekräftigt Bürgermeister Markus Baier.

Konkret heißt das: Bei neuen Baugebieten werden gezielt Flächen für sozialen Wohnungsbau reserviert. Im Baugebiet Lehnsland sind es 20 Prozent der Fläche. Zusätzlich setzt die Stadt auf eine vom Rat beschlossene Genossenschaft, die ausdrücklich auch bezahlbaren Wohnraum schaffen soll.

Auch beim Verkauf städtischer Grundstücke zählt der soziale Faktor. Über eine Vergaberichtlinie werden geringere Preise für Menschen mit bestimmten Einkommens- und Vermögensgrenzen ermöglicht. Berücksichtigt werden außerdem Kinderzahl, pflegebedürftige Angehörige – und ob durch den Eigentumserwerb an anderer Stelle Sozialwohnungen frei werden.

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