Rund 220 Geflüchtete und Asylbewerber werden derzeit von der Stadt Lemgo betreut. Untergebracht sind sie an mehr als zehn Standorten im Stadtgebiet sowie in angemieteten Wohnungen. Damit verfolgt die Kommune bewusst ein dezentrales Konzept, das eine bessere Integration ermöglichen soll und große Sammelunterkünfte vermeidet.
Wie viele Menschen eine Stadt aufnehmen muss, wird in Nordrhein-Westfalen über einen Verteilschlüssel nach Einwohnerzahl und Fläche geregelt. Die Kommunen sind verpflichtet, entsprechend Geflüchtete unterzubringen und zu betreuen.
Um auf mögliche neue Zuweisungen vorbereitet zu sein, baut Lemgo zudem eine neue Unterkunft für geflüchtete Familien auf dem Gelände der ehemaligen Anne-Frank-Schule. Dort sollen künftig bis zu zehn Familien leben können. Gleichzeitig wird in der Lokalpolitik über organisatorische Fragen diskutiert – etwa über die mögliche Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete.

