Wo einst Abfälle lagerten, soll bald wirtschaftliche Zukunft entstehen: Die Stadt Bad Salzuflen treibt die Entwicklung der ehemaligen Mülldeponie „Werler Feld“ im Ortsteil Werl-Aspe voran. Aus der brachliegenden Fläche nahe der B239 soll ein modernes Gewerbegebiet werden, berichten Medien.
Das Areal zwischen Grüner Sand und Ufler Weg liegt seit Jahren ungenutzt da. Teilweise versiegelt, von wilder Vegetation überwuchert, erinnert heute nur noch wenig an seine frühere Nutzung als Deponie. Genau hier setzt die Stadtplanung an: Mit der 138. Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 1024/I „Gewerbegebiet Werler Feld“ sollen die rechtlichen Grundlagen für eine gewerbliche Nutzung geschaffen werden.
Ziel ist es, dringend benötigte Gewerbeflächen bereitzustellen sowohl für Neuansiedlungen als auch für die Erweiterung bestehender Betriebe. Die Stadt reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach geeigneten Standorten im Stadtgebiet.
Doch die Vergangenheit des Geländes spielt weiterhin eine Rolle. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens werden Umweltaspekte umfassend geprüft. Dazu gehören Gutachten zu Artenschutz, Lärm- und Verkehrsbelastung sowie Untersuchungen zu Boden- und Altlastenfragen. Auch Ausgleichsmaßnahmen sind vorgesehen, um Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren.
Die Öffentlichkeit wird in das Verfahren einbezogen: Die Planunterlagen lagen bereits aus, Stellungnahmen konnten eingereicht werden. Auch der Entwurf des Bebauungsplans wurde veröffentlicht, sodass Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen und Bedenken vorbringen können.
Mit der geplanten Umwandlung des ehemaligen Deponiegeländes schlägt Bad Salzuflen ein neues Kapitel auf: Aus einer belasteten Vergangenheit soll eine wirtschaftliche Perspektive entstehen ein Symbol für Strukturwandel und nachhaltige Stadtentwicklung.

