Zum wiederholten Mal steht eine Anwältin aus Detmold vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft erhebt in einem neuen Verfahren schwere Vorwürfe: Untreue in mehreren Fällen. Bereits in der Vergangenheit hatte sich die Juristin strafrechtlich verantworten müssen – nun rückt ihr berufliches Handeln erneut in den Fokus der Justiz. Nach Darstellung der Anklage soll die Anwältin Gelder von Mandanten zweckwidrig verwendet haben. Dabei geht es um hohe Summen, die ihr im Rahmen ihrer anwaltlichen Tätigkeit anvertraut worden seien. Die mutmaßlichen Taten sollen sich über einen längeren Zeitraum erstreckt haben. Die Beschuldigte weist die Vorwürfe entschieden zurück. Schon zum Prozessauftakt war das öffentliche Interesse groß. Zahlreiche Zuhörer verfolgten die Verhandlung, in der die Staatsanwaltschaft von einem massiven Vertrauensbruch sprach. Gerade das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Mandant und Anwalt mache die Vorwürfe besonders schwerwiegend. Die Verteidigung kündigte an, die Anschuldigungen detailliert zu prüfen und entlastende Aspekte herauszuarbeiten. Das Gericht hat mehrere Verhandlungstage angesetzt. Mit einer Entscheidung ist erst in den kommenden Wochen zu rechnen. Bis dahin gilt auch in diesem Verfahren uneingeschränkt die Unschuldsvermutung.

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Erneut auf der Anklagebank: Untreue-Vorwürfe bringen Anwältin wieder vor Gericht
MATTHIAS MASNATA
Zum wiederholten Mal steht eine Anwältin aus Detmold vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft erhebt in einem neuen Verfahren schwere Vorwürfe: Untreue in mehreren Fällen.
