Stadt Lemgo startet Förderprojekt zur Leerstandsaktivierung in der Innenstadt – Lemgo Radio Nachrichten
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Stadt Lemgo startet Förderprojekt zur Leerstandsaktivierung in der Innenstadt

Stanley Dost

Mehr Leben in der Lemgoer Innenstadt – dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung mit einem neuen Förderprojekt zur sogenannten Leerstandsaktivierung.

Mehr Leben in der Lemgoer Innenstadt – dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung mit einem neuen Förderprojekt zur sogenannten Leerstandsaktivierung. Eigentümerinnen und Eigentümer von leerstehenden Wohnungen und Gewerbeflächen innerhalb des Fördergebiets „Innenstadt innerhalb der Wälle“ können sich ab sofort bewerben. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende März.

Ziel des Projekts ist es, leerstehende Immobilien wieder nutzbar zu machen und ihnen neue Funktionen zu geben. Dabei sind die Möglichkeiten vielfältig: Wohnen, Dienstleistung, Kultur oder urbanes Gewerbe zählen zu den denkbaren Nutzungsformen. Das Projekt-Team begleitet die Teilnehmenden individuell und entwickelt gemeinsam mit ihnen maßgeschneiderte Lösungen für jedes Objekt.

„Wir wollen gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern das Potenzial nutzen, das in unserer Innenstadt schlummert“, erklärt Berit Weber, Leiterin der Stadtplanung. Dabei gehe es auch darum, traditionelle Nutzungen neu zu denken. So könne in zentralen Lagen weiterhin Einzelhandel sinnvoll sein, während an anderer Stelle auch Handwerksbetriebe oder neue Wohnformen eine Perspektive bieten könnten.

Aus den eingehenden Bewerbungen sollen drei Objekte ausgewählt werden, die als sogenannte Leuchtturm-Projekte beispielhaft vorangehen. Für diese stellt die Stadt umfangreiche Unterstützungsleistungen bereit. Dazu zählen unter anderem eine Vor-Ort-Analyse der Immobilie, die Prüfung verschiedener Nutzungsmöglichkeiten, Beratung zu baulichen und rechtlichen Fragen, die Entwicklung einer Umnutzungsstrategie durch ein Architekturbüro sowie eine Finanzierungs- und Fördermittelberatung. Pro Objekt sind dafür Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro vorgesehen. Die eigentlichen Umbaukosten tragen die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst, können diese jedoch unter bestimmten Voraussetzungen über einen Sanierungsvertrag mit der Stadt steuerlich bis zu 100 Prozent geltend machen.

Bürgermeister Markus Baier betont die Bedeutung des Projekts: „Die Lemgoer Innenstadt befindet sich im Wandel, wie viele andere Innenstädte auch. Diesen Wandel wollen wir aktiv gestalten – gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern. Das erfordert Mut, den wir unterstützen möchten.“

Auch Wirtschaftsförderer Tobias Vietz hebt den individuellen Ansatz hervor: „Die Lösungen müssen so unterschiedlich sein wie die Ausgangslagen. Gute Beispiele können andere Eigentümerinnen und Eigentümer ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln. Wichtig ist dabei, dass neue Nutzungen auch wirtschaftlich nachhaltig sind.“

Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer leerstehender Ladenlokale oder Wohnungen im Fördergebiet können sich bis zum 31. März für das Programm bewerben. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen sind auf der städtischen Homepage sowie online unter https://beteiligung.nrw.de/k/1019568 zu finden.

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