Landgericht Detmold verhandelt 20 Jahre nach mutmaßlichem Deal
Mehr als zwei Jahrzehnte nach einem mutmaßlichen Drogengeschäft beschäftigt ein alter Fall von internationalem Heroinhandel erneut die Justiz berichten Medien. Am Montag (26. Januar) beginnt vor dem Landgericht Detmold der Prozess gegen einen 53-jährigen Mann, dem die Staatsanwaltschaft umfangreichen Drogenhandel vorwirft.
Drei Kilo Heroin aus einer Wohnung in Lage
Nach Angaben der Anklage soll der Mann im Frühjahr 2005 insgesamt drei Kilogramm Heroin aus seiner Wohnung in Lage an einen einzelnen Abnehmer verkauft haben. Für das Rauschgift habe er demnach rund 40.000 Euro erhalten. Das Heroin sei zuvor von einem Komplizen aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt worden.
Der mutmaßliche Mittäter wurde bereits kurz nach der Tat verurteilt. Der jetzt Angeklagte hingegen entzog sich offenbar jahrelang der Strafverfolgung.
Festnahme erst 2024 in der Schweiz
Erst im September 2024 gelang den Ermittlern der Zugriff: Der Mann wurde in der Schweiz festgenommen, gegen ihn bestand weiterhin ein europäischer Haftbefehl. Nun muss er sich nach über 20 Jahren vor Gericht verantworten.
Der Prozessauftakt soll klären, welche Rolle der Angeklagte im mutmaßlichen Drogenhandel spielte und warum er sich so lange der Justiz entziehen konnte.

