Alarmierende Zahlen in OWL: Bielefeld führt traurige Statistik bei Essstörungen an – Lemgo Radio Nachrichten
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Alarmierende Zahlen in OWL: Bielefeld führt traurige Statistik bei Essstörungen an

Florian Jäger

Die Zahl der Essstörungen in Ostwestfalen-Lippe nimmt besorgniserregend zu. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 29 Jahren, berichten Medien.

Die Zahl der Essstörungen in Ostwestfalen-Lippe nimmt besorgniserregend zu. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 29 Jahren, berichten Medien. Laut einer aktuellen Auswertung der Barmer Krankenkasse stieg die Zahl der Diagnosen in dieser Altersgruppe zwischen 2018 und 2023 um rund 42 Prozent.

Bielefeld liegt dabei an der Spitze: Mit 231 diagnostizierten Fällen je 10.000 Mädchen und jungen Frauen liegt die Stadt deutlich über dem NRW- und Bundesdurchschnitt. Zum Vergleich: In Köln, einer deutlich größeren Stadt, sind es etwa 180 Diagnosen pro 10.000. Auch in mehreren umliegenden Kreisen liegen die Werte über dem Landesdurchschnitt.

Die steigenden Zahlen spiegeln eine ernsthafte Belastung für das Gesundheitssystem wider. Experten warnen, dass gesellschaftlicher Druck, soziale Medien und Schönheitsideale die Entwicklung von Anorexie, Bulimie und anderen Essstörungen begünstigen können.

Fachleute betonen, wie wichtig frühe Prävention, Beratung und niedrigschwellige Hilfsangebote sind, um die Entwicklung von Essstörungen zu verhindern oder zu behandeln. Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Eltern werden aufgerufen, verstärkt auf Anzeichen zu achten und rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Trend in OWL verdeutlicht die Notwendigkeit, psychische Gesundheit stärker in den Fokus zu rücken und entsprechende Unterstützungsangebote für junge Menschen auszubauen.

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