Ideen für den Lippegarten: Stadt Lemgo plant Architektenwettbewerb – Lemgo Radio Nachrichten
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Ideen für den Lippegarten: Stadt Lemgo plant Architektenwettbewerb

Stanley Dost

Die Stadt Lemgo will den Lippegarten neu denken – ein Ort, der über Jahre hinweg als sensibles Thema galt.

Die Stadt Lemgo will den Lippegarten neu denken – ein Ort, der über Jahre hinweg als sensibles Thema galt. Für die Grünfläche zwischen dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium und der Mittelstraße schlägt die Verwaltung einen Wettbewerb für Landschaftsarchitekten vor, berichten die Medien. Ziel ist es, zeitgemäße Ideen für eine attraktivere Gestaltung des Lippegarten zu entwickeln.

Hintergrund ist eine seit Jahrzehnten andauernde Diskussion über die Nutzung des Areals. Abseits von Veranstaltungen wie Eisbahn oder Beach-Bar wirke der Platz häufig leer und wenig einladend, heißt es aus der Verwaltung. Gleichzeitig hatte es in der Vergangenheit immer wieder Kritik an temporären Nutzungen gegeben. Puristen plädierten dafür, den Lippegarten stärker als Barockgarten mit seinen charakteristischen Rosentoren zu bewahren.

Die heutige Gestaltung geht auf die 1980er-Jahre zurück. Zuvor war das Areal stark bebaut – unter anderem mit einer Tankstelle, Garagen und Gewerbebauten, da die Mittelstraße damals eine zentrale Verkehrsachse durch die Innenstadt darstellte. Ab 1984 wurden die Flächen zurückgekauft, Gebäude abgerissen und im Rahmen des Programms „Mehr Grün in der Stadt“ neu gestaltet. Unter Leitung der damaligen Stadtplanerin Almut Schmersahl entstand der Lippegarten in seiner heutigen Form, angelehnt an die historische Gartenanlage des früheren Lippehofes.

Die geplante Umgestaltung soll nun mehrere Anforderungen miteinander verbinden. So sollen die bestehenden Bäume erhalten bleiben, gleichzeitig ist ein ebenerdiger Veranstaltungsplatz vorgesehen, der technisch flexibel genutzt werden kann. Ein zentrales Thema ist zudem der Hochwasserschutz: Bei Starkregen könne ein neu gestalteter Lippegarten wie ein Schwamm wirken, erläutert Baudirektor Karl Wessel.

Bevor der Wettbewerb starten kann, ist jedoch eine politische Entscheidung notwendig. Rund 160.000 Euro müssten für die Planung bereitgestellt werden. Über den Vorschlag berät der Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch, 11. Februar, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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