Wie die Polizei mitteilt, wurde der gesuchte Hund bei einem Einsatz am Dienstagnachmittag (28.04.2026) im Haus der betroffenen Familie gefunden. Das Tier war demnach zu keinem Zeitpunkt entlaufen, eine Gefahr für Außenstehende bestand nicht.
Zuvor hatten sich ein 39-jähriger Mann, eine 38-jährige Frau sowie deren 19-jährige Tochter mit teils schweren Bissverletzungen bei der Feuerwehrwache in Bad Salzuflen gemeldet. Dort gaben sie an, von einem freilaufenden Hund angegriffen worden zu sein.
Im Zuge der Ermittlungen ergab sich jedoch ein anderes Bild: Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass die Angaben bewusst falsch gemacht wurden. Die Verletzten wurden anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Nun wird geprüft, ob der Familie die Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden. Das Vortäuschen einer Straftat sowie der Missbrauch von Notrufen können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Im Haus der Familie wurden insgesamt vier Hunde festgestellt, darunter auch sogenannte Listenhunde. Zuständige Behörden prüfen nun Haltung, Anmeldung und gesundheitlichen Zustand der Tiere.
Die Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat sowie möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dauern an.

