Bundesjustizministerin Hubig kündigt Gesetzentwurf gegen Deepfakes an – Lemgo Radio Nachrichten
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Bundesjustizministerin Hubig kündigt Gesetzentwurf gegen Deepfakes an

Lilly Hachmeister

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt, der digitale Gewalt eindämmen soll. Künftig werden die Herstellung und Verbreitung von pornografischen Deepfakes strafbar.

Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat heute in Berlin einen umfassenden Gesetzentwurf präsentiert, der sich mit der Bekämpfung von digitaler Gewalt, insbesondere durch Deepfakes, auseinandersetzt. In Zeiten, in denen die Technologie zur Erstellung von täuschend echten Fake-Inhalten immer zugänglicher wird, sieht die Ministerin dringenden Handlungsbedarf.

Herstellung von pornografischen Deepfakes wird strafbar Ein zentraler Punkt des neuen Gesetzes ist die Strafbarkeit der Herstellung von pornografischen Deepfakes. Diese Art von digitalen Manipulationen, die häufig zur Diffamierung oder zur Verletzung der Privatsphäre von Personen eingesetzt werden, soll künftig mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Man müsse die Menschen vor den Gefahren schützen, die mit dieser Technologie einhergehen, erklärte Hubig.

Verbreitung anderer Fälschungen ebenfalls unter Strafe Neben der Herstellung von pornografischen Inhalten wird auch die Verbreitung anderer Arten von Deepfakes, die zu Täuschungszwecken erstellt wurden, unter Strafe gestellt. Dies betrifft insbesondere Fälschungen, die in der Politik oder Wirtschaft verwendet werden, um Irreführung und Manipulation zu fördern. Hubig betonte, dass es wichtig sei, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Opfern von digitaler Gewalt Schutz bieten.

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