Die CDU diskutiert ein mögliches Social-Media-Verbot für Minderjährige. Bundeskanzler Friedrich Merz spricht sich für klare Altersgrenzen aus. Beim kommenden CDU-Parteitag soll ein Antrag beraten werden, der ein Mindestalter von 16 Jahren für Plattformen wie TikTok oder Instagram sowie eine verpflichtende Altersverifikation vorsieht.
Merz warnt vor exzessiver Bildschirmzeit: Wenn 14-Jährige täglich mehrere Stunden online seien, könne das zu Problemen in der Persönlichkeitsentwicklung und im Sozialverhalten führen. Kinder müssten geschützt werden und Zeit zum Spielen und Lernen haben. Zudem betont er, dass Medienkompetenz zwar wichtig sei, aber nicht durch unbegrenzten Zugang entstehen dürfe. Ein Vergleich mit Alkohol macht seine Haltung deutlich: Auch daran würde man Kinder nicht frühzeitig gewöhnen.
Unterstützung bekommt der Vorschlag teilweise auch von der SPD, die ein gestuftes Modell mit einem kompletten Verbot für unter 14-Jährige ins Gespräch bringt. Kritik kommt dagegen aus Bayern: Ministerpräsident Markus Söder lehnt ein Verbot ab und fordert stattdessen eine Klarnamenpflicht im Internet. Die Debatte über den richtigen Umgang mit sozialen Medien dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.

