Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war 2025 nach Angaben des Verteidigungsministeriums häufiger ohne als mit Regierungsvertretern unterwegs. Von Mai bis Ende des Jahres wurden 488 Flüge mit Kabinettsmitgliedern oder dem Bundespräsidenten gezählt dagegen standen 700 sogenannte Bereitstellungsflüge, bei denen die Maschinen leer zu Einsatzorten fliegen.
Bereitstellungsflüge dienen laut Ministerium unter anderem der Aus- und Weiterbildung der Crews. Dennoch stößt das Zahlenverhältnis auf Kritik. Der Linken-Abgeordnete Dietmar Bartsch kritisierte die Nutzung: „Dass die Bundesregierung im Schnitt mehr als einmal täglich die VIP-Flüge der Bundeswehr nutzt, ist nicht akzeptabel. Stattdessen sollten öfter Linienflüge oder die Bahn genutzt werden.“
Wer fliegt am meisten?
Bundeskanzleramt: 106 Flüge
Auswärtiges Amt: 96 Flüge
Bundespräsidialamt: 66 Flüge
Landwirtschaftsministerium: nur 2 Flüge
Bartsch bezeichnete das Verhältnis von 488 VIP-Flügen zu 700 Leerflügen als „kaum zu vermitteln“ und als „teuren Konstruktionsfehler“, da die Flugbereitschaft in Köln stationiert ist, die Hauptstadt aber seit über 30 Jahren Berlin ist.

