CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann drängt auf eine umfassende Reform der Einkommensteuer. Im Gespräch mit der Bild am Sonntag forderte er konkrete Schritte, um den Mittelstand zu entlasten und das Steuersystem moderner zu gestalten, berichten Medien.
Kernpunkt seines Vorschlags: Die Schwelle für den Spitzensteuersatz soll von aktuell 68.000 Euro auf 80.000 Euro Jahresbrutto angehoben werden. „So flachen wir den Mittelstandsbauch ab und sorgen für spürbare Entlastung“, erklärte Linnemann. Die Umsetzung peilt er für die Mitte der Legislaturperiode an.
Gleichzeitig sprach er sich für strengere Regeln beim Zuverdienst bei geringer Arbeit aus. Wer nur wenige Stunden arbeite, solle sein Einkommen künftig vollständig auf die Grundsicherung angerechnet bekommen. Erst bei höherer Erwerbstätigkeit solle man zusätzliches Einkommen behalten dürfen. „Die bisherigen Regelungen setzen Anreize, wenig zu arbeiten. Das müssen wir umdrehen“, betonte Linnemann.
Neue Sozialabgaben auf Miet- und Kapitaleinkünfte lehnte er klar ab. Stattdessen solle die Politik die Sozialbeiträge langfristig wieder in Richtung 40 Prozent senken, um das System stabil zu halten. Linnemanns Forderungen zeigen: Die CDU will nicht nur die Steuerlast verschieben, sondern auch die Sozialpolitik klarer an Arbeit und Leistung koppeln.

