Die CDU hat auf ihrem Parteitag in Stuttgart versucht, mit versöhnlichen Tönen neue Signale zu setzen – doch der Bundesvorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, bleibt skeptisch. Zwar betonte Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, dass Sozialreformen nicht allein über Leistungskürzungen umgesetzt werden sollten, doch Türmer äußerte sich zurückhaltend: „Ich traue dem Braten noch nicht ganz.“ Worte allein reichten ihm nicht, um Vertrauen aufzubauen. Besonders in der Renten- und Sozialpolitik zeigt Türmer weiterhin Vorbehalte. Die angekündigten Schritte bezeichnete er zwar als „gute Ansätze“, doch echte Kurskorrekturen seien nur durch konkrete politische Taten sichtbar. Zusätzlich kritisierte er den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, der wiederholt Reformvorschläge ausgeschlossen habe – ein Zeichen fehlender Verlässlichkeit innerhalb der Union. Trotz der Skepsis gab es auch Zustimmung zu gemeinsamen Positionen: Merz und Türmer waren sich einig, dass ein Verbot von Social-Media-Plattformen für Kinder unter 14 Jahren nicht praktikabel sei; vielmehr müssten Plattformbetreiber stärker in die Verantwortung genommen werden. Die Zurückhaltung des Juso-Chefs verdeutlicht, dass neue rhetorische Töne allein politisches Misstrauen nicht beseitigen. Kritiker fordern konkrete Maßnahmen, bevor von einem echten Wandel innerhalb der CDU gesprochen werden kann.

Die CDU hat auf ihrem Parteitag in Stuttgart versucht, mit versöhnlichen Tönen neue Signale zu setzen – doch der Bundesvorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, bleibt skeptisch.
