Dreitägige Warnstreiks lähmen Nahverkehr – Pendler müssen auf alternative Wege ausweichen – Lemgo Radio Nachrichten
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Dreitägige Warnstreiks lähmen Nahverkehr – Pendler müssen auf alternative Wege ausweichen

MATTHIAS MASNATA

Pendler in mehreren Regionen Deutschlands stehen ab Montag vor einem heftigen Verkehrschaos: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen.

Pendler in mehreren Regionen Deutschlands stehen ab Montag vor einem heftigen Verkehrschaos: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung dauert voraussichtlich bis Mittwoch – Busse und Straßenbahnen bleiben vielerorts still. Grund für die Arbeitskampfmaßnahme sind festgefahrene Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem kommunalen Arbeitgeberverband. Die Beschäftigten fordern unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten zwischen Schichten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Da die letzte Verhandlungsrunde ergebnislos blieb, verschärft die Gewerkschaft nun den Druck auf die Arbeitgeberseite. Betroffen sind insbesondere Verkehrsbetriebe in Thüringen, darunter Städte wie Erfurt, Jena, Gera und Weimar sowie angrenzende Landkreise. Schon Ende Februar hatte ein Warnstreik in der Region den Nahverkehr weitgehend lahmgelegt, und ähnliche Ausfälle drohen auch in dieser Woche. Für Berufspendler bedeutet der Streik erhebliche Einschränkungen: Ohne Bus- und Bahnverbindungen müssen viele auf Alternativen wie Radfahren, Fahrgemeinschaften oder Taxis ausweichen. Ob während des dreitägigen Streiks noch eine Einigung erzielt wird, bleibt offen – das Risiko für anhaltende Störungen ist hoch.

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