Das Hermannsdenkmal zählt zu den bekanntesten Monumenten Deutschlands. Doch was macht ein Denkmal eigentlich aus und warum spielen Monumente weltweit bis heute eine so bedeutende Rolle? Antworten darauf gibt eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Denk:Mal! 150 Jahre Hermannsdenkmal“ am Sonntag, 8. Februar, um 15 Uhr im Lippischen Landesmuseum Detmold.
Der Rundgang nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise von der Grotenburg hinaus in die Welt. Ausgehend vom Hermannsdenkmal eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf Monumente aus unter anderem Frankreich, der Türkei, England und Griechenland. Historische Persönlichkeiten wie Jeanne d’Arc, Kemal Atatürk, Ada Lovelace oder Alexander der Große stehen exemplarisch für unterschiedliche Formen der Erinnerungskultur. Sie verdeutlichen, wie Denkmäler politische Botschaften transportieren, nationale Identitäten prägen und sich im Laufe der Zeit immer wieder neu deuten lassen.
Gleichzeitig rückt das Hermannsdenkmal selbst näher als je zuvor: Eine großformatige Projektion macht das Monument zum Erlebnisraum. Dimensionen, Details und Wirkung können neu entdeckt werden, nicht als fernes Ausflugsziel, sondern als eindrucksvoll inszeniertes Objekt im Museum. Ergänzt wird die Präsentation durch Hologramme, die internationale Denkmäler scheinbar frei im Raum erscheinen lassen und Geschichte anschaulich vermitteln.
Die innovative Inszenierung macht Denkmäler aus aller Welt in Detmold erlebbar, dynamisch, leuchtend und überraschend nah.

