Fast in Kostenfalle getappt: Bielefelder Paar entdeckt Fake-Seite für UK-Einreisegenehmigung – Lemgo Radio Nachrichten
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Fast in Kostenfalle getappt: Bielefelder Paar entdeckt Fake-Seite für UK-Einreisegenehmigung

Stanley Dost

Ein Bielefelder Paar hat am Freitag, 13. März 2026, bei der Polizei Anzeige erstattet, nachdem es beinahe Opfer eines Online-Betrugs geworden wäre. Die beiden wollten eine elektronische Reisegenehmigung für das Vereinigte Königreich beantragen und gerieten dabei auf eine betrügerische Internetseite. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor Fake-Anbietern im Internet.

Seit rund einem Jahr benötigen Reisende für die Einreise nach Großbritannien eine sogenannte Electronic Travel Authorisation (ETA). Das Bielefelder Paar suchte über eine Online-Suchmaschine nach einer Möglichkeit, die erforderliche Genehmigung zu beantragen, und stieß dabei auf eine vermeintlich seriöse Webseite.

Dort gaben die beiden ihre persönlichen Daten sowie ihre Kreditkarteninformationen ein. Erst im letzten Schritt der Buchung wurden sie misstrauisch: Statt der üblichen Gebühr erschien ein Betrag von rund 240 Euro auf dem Bildschirm.

Die Zahlung bestätigten sie daraufhin nicht. Stattdessen brachen sie den Vorgang ab und ließen vorsorglich ihre Kreditkarte bei der Bank sperren. Anschließend informierten sie die Polizei über den Vorfall.

Die Behörden weisen darauf hin, dass die offizielle Beantragung der ETA derzeit etwa 18,50 Euro pro Person kostet und ausschließlich über die offizielle Internetseite der britischen Regierung erfolgen sollte. Verbraucher sollten besonders vorsichtig sein, wenn über Suchmaschinen Angebote erscheinen, die deutlich höhere Gebühren verlangen oder zusätzliche Dienstleistungen anbieten.

Auch die Verbraucherzentrale rät dazu, Webseiten genau zu prüfen, auf ungewöhnlich hohe Preise zu achten und im Zweifel direkt die offizielle Seite der Behörden zu nutzen. Besonders bei der Eingabe sensibler Daten wie Kreditkarteninformationen sei erhöhte Vorsicht geboten.

Die Polizei empfiehlt außerdem, bei Verdacht auf Betrug sofort die Bank zu kontaktieren, betroffene Karten sperren zu lassen und den Vorfall anzuzeigen.

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