125 Schülerinnen und Schüler zweier Schulen haben sich beim Europatag am Stadtgymnasium mit dem Thema Hassrede und europäische Zusammenarbeit beschäftigt. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam Lösungen gegen sogenannte „Hate Speech“ zu entwickeln, berichtet die LZ.
Schulleiter Carsten Paul eröffnete den Aktionstag mit einem Appell für mehr Wissen und Entschlossenheit im Umgang mit den Herausforderungen moderner Informations- und Kommunikationsgesellschaften. Hintergrund des Europatages ist eine historische Rede des französischen Außenministers Robert Schuman vom 9. Mai 1950. Sein Vorschlag einer europäischen Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl gilt als Grundstein der heutigen Europäischen Union.
Das Stadtgymnasium beteiligt sich an dem Projekttag, weil es als Europaschule den internationalen und interkulturellen Austausch fördert. Die Veranstaltung fand in der Aula der Schule statt. Zu Gast waren Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg. Für die Organisation des Tages dankte der Schulleiter insbesondere Andrea Bökamp und Leonie Jakobfeuerborn vom Berufskolleg.
Nach einem gemeinsamen Kennenlernen nahmen die Jugendlichen an einem Planspiel teil. Dabei schlüpften sie in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments und entwickelten fiktive Gesetzesentwürfe gegen Hassrede im Internet.
Nach Angaben der Schule seien viele Jugendliche bereits in sozialen Netzwerken mit Hasskommentaren konfrontiert worden. Deshalb stoße das Thema auf großes Interesse. Durch die Simulation politischer Entscheidungsprozesse sollten die Schülerinnen und Schüler zudem die Bedeutung demokratischer Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union kennenlernen.
Schulleiter Carsten Paul betonte zum Abschluss die Bedeutung politischen Denkens und gesellschaftlicher Verantwortung junger Menschen.

