Gesundheitsministerin: Telefonische Krankschreibung bleibt – Koalitionsverträge binden Regierung – Lemgo Radio Nachrichten
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Gesundheitsministerin: Telefonische Krankschreibung bleibt – Koalitionsverträge binden Regierung

MATTHIAS MASNATA

Die Diskussion um die telefonische Krankschreibung nimmt ein vorläufiges Ende: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte klar, dass die Regelung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin bestehen bleibt.

Die Diskussion um die telefonische Krankschreibung nimmt ein vorläufiges Ende: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte klar, dass die Regelung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin bestehen bleibt. Trotz eines Antrags auf dem CDU‑Parteitag, der eine Abschaffung vorsah, will die Ministerin innerhalb der Regierungskoalition keine sofortige Änderung durchsetzen. Warken betonte, dass der aktuelle Koalitionsvertrag nur den Missbrauch von Online-Krankschreibungen eindämmen wolle, nicht aber die telefonische Variante vollständig streiche. „Da steht nicht drin, die telefonische Krankschreibung wird abgeschafft, sondern es wird Missbrauch eingedämmt“, erklärte sie in Interviews. Die CDU-Politikerin geht davon aus, dass diese Linie auch von der SPD mitgetragen wird. Die Debatte war in den vergangenen Wochen intensiv geführt worden. Kritiker warnen vor steigenden Fehlzeiten und möglichem Missbrauch. Befürworter hingegen sehen die telefonische Krankschreibung als praktische, bürokratiearme Lösung für leichte Erkrankungen, die Arztpraxen entlastet und Patienten schnelle Hilfe ermöglicht. Für die Betroffenen bedeutet dies Planungssicherheit: Ärzte können weiterhin telefonisch für bis zu fünf Tage krank schreiben. Parallel prüft das Gesundheitsministerium Maßnahmen, um Missbrauch gezielt zu verhindern, ohne die Regelung für die breite Masse aufzuheben.

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