Gift im Boden: Lemgo kämpft mit Hightech gegen Altlasten am Wall – Lemgo Radio Nachrichten
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Gift im Boden: Lemgo kämpft mit Hightech gegen Altlasten am Wall

Florian Jäger

Mit modernster Technik setzt die Stadt Lemgo ihre millionenschwere Sanierung fort, um jahrzehntealte Umweltbelastungen am Slavertorwall endlich zu beseitigen.

In Lemgo schreitet die aufwendige Sanierung am Wall weiter voran. An der Ecke Leopoldstraße wurde nun ein großer Oxidations-Container installiert, der eine zentrale Rolle bei der Reinigung von Boden und Grundwasser spielen soll.

Hintergrund der Maßnahmen ist eine massive Umweltbelastung: Über viele Jahre hinweg leitete eine chemische Reinigung schadstoffhaltige Abwässer ungehindert in den Boden ein. Die Folgen sind bis heute spürbar und machen eine umfassende Sanierung notwendig.

Bereits vor einigen Jahren startete die Stadt Lemgo gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen umfangreiche Arbeiten am Slavertorwall. Dabei wurden tausende Tonnen kontaminierter Erde entfernt und durch sauberen Boden ersetzt. Zusätzlich installierte man Brunnen, um die Qualität des Grundwassers dauerhaft zu überwachen.

In jüngster Zeit kamen weitere Maßnahmen hinzu: An mehreren Stellen wurden Rohre tief in den Boden eingebracht. Über diese sollen gezielt Bakterien oder chemische Substanzen in die Tiefe geleitet werden, um Schadstoffe abzubauen.

Der nun errichtete Oxidations-Container beherbergt die notwendige Technik für diese Verfahren und gilt als weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen die Altlasten. Die Arbeiten zeigen: Die Sanierung ist komplex aber Lemgo setzt alles daran, die Umwelt langfristig zu schützen.

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