Im Rahmen der bundesweiten Aktion „sicher mobil.leben“ hat die Polizei Lippe einen großangelegten Kontrolleinsatz mit Fokus auf den Zweiradverkehr durchgeführt. An insgesamt acht Kontrollstellen unter anderem in Lage-Kachtenhausen, Oerlinghausen, Lemgo, Detmold, Kalletal und Extertal wurden zahlreiche Verkehrsteilnehmer überprüft.
Die Bilanz fällt deutlich aus: Allein an den Messstellen registrierten die Einsatzkräfte 451 Geschwindigkeitsverstöße. Zusätzlich kontrollierten sie 78 Fahrräder, 44 E-Scooter, 42 Motorräder sowie 124 weitere Fahrzeuge. Dabei wurden bei Rad- und E-Scooter-Fahrern unter anderem unerlaubte Fahrten auf verbotenen Flächen sowie die Mitnahme von zweiten Personen geahndet. Insgesamt verhängte die Polizei 15 Verwarnungsgelder und leitete weitere Verfahren ein etwa wegen Handynutzung am Steuer oder Rotlichtverstößen.
Besonders gravierend: In Oerlinghausen-Helpup wurde ein Motorradfahrer mit 101 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. Gegen ihn wurde ein Verfahren eingeleitet. Ein weiterer Fahrer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs und muss sich nun strafrechtlich verantworten. Darüber hinaus stellten die Beamten diverse technische Mängel fest.
Auch Autofahrer und Lkw-Fahrer gerieten ins Visier der Kontrolleure. Hier wurden unter anderem Verstöße gegen die Gurtpflicht, fehlende Dokumente sowie Mängel bei der Ladungssicherung und Nichteinhaltung von Ruhezeiten festgestellt. In Lage entdeckten die Beamten zudem bei einem 49-jährigen Mann eine gefälschte TÜV-Plakette ein Fall von Urkundenfälschung, der ein Strafverfahren nach sich zieht.
Neben den Kontrollen setzte die Polizei auch auf Prävention: In den Fußgängerzonen von Detmold und Bad Salzuflen suchten Verkehrssicherheitsberater das Gespräch mit Bürgern. Trotz der Vielzahl an Verstößen zieht die Polizei ein insgesamt positives Fazit viele Verkehrsteilnehmer zeigten Verständnis für die Maßnahmen und hielten sich an die Regeln.

