Heftiger Markenstreit: Dönerkette wirft KFC unzulässige Nutzung von „Krispy Kebab“ vor – Lemgo Radio Nachrichten
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Heftiger Markenstreit: Dönerkette wirft KFC unzulässige Nutzung von „Krispy Kebab“ vor

MATTHIAS MASNATA

Eine deutsche Dönerkette erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Konzern KFC. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Produktname „Krispy Kebab“, dessen Nutzung nach Angaben der deutschen Betreiber unrechtmäßig erfolgt sein soll,

In der internationalen Fastfood-Branche sorgt ein neuer Rechtskonflikt für Aufsehen: Eine deutsche Dönerkette erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Konzern KFC. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Produktname „Krispy Kebab“, dessen Nutzung nach Angaben der deutschen Betreiber unrechtmäßig erfolgt sein soll. Die Bielefelder Franchise-Unternehmer sehen ihre Markenrechte verletzt. Nach eigener Darstellung wird der Name „Krispy Kebab“ bereits seit mehreren Jahren verwendet und sei entsprechend rechtlich geschützt. Die Einführung eines gleichnamigen Produkts durch KFC habe daher für erhebliche Irritationen im Markt gesorgt und Kundenverwirrung ausgelöst. Besonders kritisch bewerten die Betreiber die strategische Namenswahl des US-Konzerns. Durch die ähnliche Schreibweise und die bewusste Anlehnung an bestehende Begriffe entstehe der Eindruck einer gezielten Annäherung, so der Vorwurf. Dies habe das Vertrauen in die eigene Marke beeinträchtigt. KFC weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Man betont, dass es sich um eine unabhängige Produktentwicklung im Rahmen einer internationalen Marketingkampagne handle. Eine Absicht zur Übernahme fremder Marken bestreite der Konzern ausdrücklich. Trotz der klaren Stellungnahmen bleibt die Lage angespannt. In der Branche wird der Fall aufmerksam verfolgt, da er grundlegende Fragen zum Schutz von Marken im globalen Wettbewerb aufwirft. Ob es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt oder eine Einigung erzielt werden kann, ist derzeit noch offen.

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