Eigentlich schien die Fläche zwischen Herforder Straße und Grevenmarschstraße nördlich des Alten Flusses geeignet. Rund 2000 Quadratmeter hätten dort als Freilauffläche für Hunde dienen können. Doch schnell zeigte sich, dass der Standort mit erheblichen Problemen verbunden ist. Sobald die Fläche eingezäunt wird, sind laut Stadtplanung mindestens sechs Parkplätze erforderlich. Der Elisenweg ist jedoch nur 3,5 Meter breit und kann nicht erweitert werden. Zusätzlicher Verkehr und fehlende Wendemöglichkeiten würden die Situation weiter verschärfen.
Auch finanziell wäre das Projekt aufwendig geworden. Allein für Parkplätze und Wendehammer rechnet die Stadt mit rund 8000 Euro. Für den Zaun inklusive Fundamente und Tore würden weitere etwa 22.000 Euro anfallen. Hinzu kommen Kosten für Sitzbank, Mülleimer, Kotbeutelspender und Beschilderung. Insgesamt kalkuliert die Stadt mit rund 33.500 Euro Baukosten. Zusätzlich wäre ein Artenschutzgutachten notwendig, das weitere 5000 bis 15.000 Euro kosten könnte.
Im Ausschuss wurden zudem Bedenken zur Lage geäußert. Einige Politiker sehen Verkehrsprobleme und eine ungünstige Lage außerhalb der Innenstadt. Auch der Nutzen im Verhältnis zu den Kosten wurde kritisch diskutiert. Als Alternative wurde unter anderem die Schäferwiese nahe dem Eau-Le ins Gespräch gebracht. Diese Fläche bietet zwar vorhandene Parkplätze, liegt jedoch in einem sensiblen Naturbereich nahe der Bega. Deshalb wird mit Einwänden der Naturschutzbehörde gerechnet.
Auch andere mögliche Standorte im Stadtgebiet wurden bereits geprüft, darunter Flächen am Alten Fluss, nahe Marktkauf, im Abteigarten, am Braker Weg und im Bereich Finkental in Brake. Viele dieser Flächen sind jedoch zu klein, liegen in Schutzgebieten oder sind aus städtebaulichen Gründen ungeeignet.
Der Stadtentwicklungsausschuss entschied schließlich einstimmig, die Fläche am Elisenweg zurückzustellen und die Suche nach einer geeigneten Hundewiese fortzusetzen. Damit bleibt der Wunsch vieler Hundebesitzer in Lemgo weiterhin unerfüllt.
Aktuell gibt es zwar keine konkrete Alternative in Lemgo, jedoch können Hundebesitzer in der Region weiterhin auf Trainingsmöglichkeiten ausweichen. Wer seinen Hund trainieren oder den Umgang mit anderen Hunden verbessern möchte, kann sich bei den Hundetrainern Katharina Fischer Grünschlag oder Wilfried Eggert anmelden. Beide betreiben einen neuen großen Hundeplatz in Lage-Hagen.

