KEF empfiehlt: Rundfunkbeitrag ab 2027 nur leicht erhöht auf 18,64 Euro – Lemgo Radio Nachrichten
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KEF empfiehlt: Rundfunkbeitrag ab 2027 nur leicht erhöht auf 18,64 Euro

Florian Jäger

Die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfiehlt ab 2027 einen monatlichen Rundfunkbeitrag von 18,64 Euro pro Haushalt. Ursprünglich war eine Anhebung auf 18,94 Euro vorgesehen.

Die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfiehlt ab 2027 einen monatlichen Rundfunkbeitrag von 18,64 Euro pro Haushalt. Ursprünglich war eine Anhebung auf 18,94 Euro vorgesehen. Die Senkung um 30 Cent wird als ungewöhnlich angesehen, da Zwischenberichte normalerweise keine Änderungen während laufender Beitragsperioden bewirken, berichten Medien.

Derzeit beträgt der Beitrag 18,36 Euro. Sollte die Empfehlung umgesetzt werden, stiege der Beitrag ab 2027 nur um 28 Cent. Die Bundesländer haben bis Ende 2026 Zeit, die Höhe in einem Staatsvertrag festzuschreiben. Hintergrund für die geringere Erhöhung: Es wurden mehr beitragspflichtige Wohnungen registriert als erwartet, wodurch die Einnahmen höher ausfallen.

Der Gesamtfinanzbedarf der Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio für die Jahre 2025 bis 2028 liegt laut KEF bei rund 42 Milliarden Euro, mit einem jährlichen Zuwachs von 2,2 Prozent. Einsparungen aus dem Reformstaatsvertrag, der seit Dezember 2025 in Kraft ist, wirken sich frühestens ab 2029 auf den Beitrag aus.

Gegen die ausgebliebene Erhöhung auf 18,94 Euro hatten ARD und ZDF Verfassungsbeschwerde eingelegt. Mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird in diesem Jahr gerechnet. Die neue Empfehlung von 18,64 Euro liefert sowohl für die Politik als auch für Karlsruhe eine aktualisierte Berechnungsgrundlage.

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