Die geplante Reform des Heizungsgesetzes in Deutschland stockt weiter. Seit Monaten treten CDU, CSU und SPD auf der Stelle während Heizungsbauer, Verbraucher und Verbände auf Klarheit warten, berichten Medien.
Hintergrund: Geplantes Heizungsgesetz
Bis Ende Januar wollte die Koalition Eckpunkte für ein neues Heizungsgesetz vorlegen. Ziel war es, Vorgaben für den Heizungsbau zu modernisieren, dabei aber die Klimaziele bis 2045 einzuhalten. Das alte Gebäudeenergiegesetz (GeG) soll in „Gebäudemodernisierungsgesetz (GmG)“ umbenannt werden. Ob es bei einer reinen Umbenennung bleibt oder echte Reformen folgen, ist unklar.
Branchenverunsicherung
Heizungsbauer wie Lutz Spring aus Oranienburg berichten von großer Verunsicherung bei Kunden und Unternehmen. Der Absatz neuer Heizungen erreichte 2025 mit 627.000 Anlagen den niedrigsten Wert seit 15 Jahren trotz eines Anstiegs bei Wärmepumpen. 299.000 Wärmepumpen wurden installiert, erstmals mehr als Gasheizungen, gefördert durch staatliche Zuschüsse.
Streitpunkte in der Koalition
Zentrale Konflikte:
Klimaziele: Bundesumweltminister Carsten Schneider pocht darauf, dass das Gesetz die Treibhausgasreduktion nicht schwächt. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen.
Technologieoffenheit vs. Vorgaben: Die Vorgabe, dass 65 % der Heizungswärme aus erneuerbaren Energien kommen muss, soll überprüft werden. Die Koalition will mehr Flexibilität, aber die Wirkung des Gesetzes soll erhalten bleiben.
Soziale Förderung: Besonders einkommensschwache Haushalte sollen weiterhin staatliche Zuschüsse erhalten.
Ausblick
Wann Verbraucher und die Heizungsbranche mit Klarheit rechnen können, bleibt ungewiss. Offiziell hofft die Koalition auf eine Einigung in der kommenden Woche konkrete Ergebnisse sind bislang nicht in Sicht.

