Der Online-Buchhandel wird zunehmend von künstlich generierten Biografien geflutet. Auf Amazon erscheinen Hunderte „Bücher“ über Prominente wie Thomas Müller, Alice Bota oder Oliver Schröm ohne Wissen der Betroffenen, berichten Medien.
Die Werke stammen fast vollständig von KI-Systemen und enthalten häufig erfundene Fakten, Familiengeschichten und Karriere-Details. Ein Test des NDR zeigt: Die Texte wirken blumig, schwülstig und teilweise wie schlechte Trauerreden. Die Autorin „Christine Hofmann“ konnte nicht identifiziert werden, die Bücher stammen offenbar aus dem Print-on-Demand-Verfahren, oft ohne Verlag oder Kontaktadresse.
Amazon erklärt, dass Richtlinien und Prüfverfahren existieren, um problematische Inhalte zu erkennen, eine Kennzeichnung KI-generierter Werke sei aktuell nicht verpflichtend, werde aber eventuell erwogen. Leser und Betroffene sind jedoch weitgehend auf sich gestellt, wenn sie Falschinformationen melden wollen.

