Lebensmittelbranche warnt vor steigenden Preisen durch Iran-Krieg – Lemgo Radio Nachrichten
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Lebensmittelbranche warnt vor steigenden Preisen durch Iran-Krieg

Josua Leuth

Die deutsche Lebensmittelindustrie warnt vor deutlichen Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs. Grund sind steigende Kosten für Energie und Transporte, die sich zunehmend auf die gesamte Lieferkette auswirken könnten.

Die deutsche Lebensmittelindustrie warnt vor deutlichen Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs. Grund sind steigende Kosten für Energie und Transporte, die sich zunehmend auf die gesamte Lieferkette auswirken könnten.

Nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) führen die Spannungen im Nahen Osten – insbesondere mögliche Einschränkungen wichtiger Transportwege wie der Straße von Hormus – zu höheren Frachtkosten und Störungen im internationalen Handel. Längere Transportwege, geringere Frachtkapazitäten und überlastete Ausweichhäfen könnten die Logistikkosten weiter in die Höhe treiben.

Hinzu kommen steigende Preise für Öl und Gas. Laut Branchenverband machen Energie- und Transportkosten bei großen Lebensmittelherstellern bereits rund 80 Prozent des Verbraucherpreises aus. Weitere Belastungen könnten daher direkt bei den Endkunden ankommen.

BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff fordert angesichts der Entwicklung politische Gegenmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem Entlastungen bei Mautgebühren und Netzentgelten sowie der Verzicht auf zusätzliche Abgaben und bürokratische Auflagen. Sollte der Konflikt länger andauern, könnten Unternehmen ihre Produktion drosseln oder einzelne Geschäftsbereiche aufgeben.

Auch der Außenhandel könnte betroffen sein: Deutschland exportiert jährlich Lebensmittel und Getränke im Wert von rund einer Milliarde Euro in vom Konflikt betroffene Länder im Nahen Osten. Einschränkungen bei Importen und Exporten gelten daher als wahrscheinlich, falls sich die Lage weiter zuspitzt.

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