Begleitet wurde der Einsatz unter anderem von Henning Jürgensmeier, der als Jäger und Landwirt die Problematik genau kennt. Unterstützt wurde er von Drohnenpilot Julien, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet mehrere Felder überflog.
Der Hintergrund: In der sogenannten Setz- und Brutzeit bringen Rehe ihre Jungen bevorzugt im hohen Gras von Wiesen zur Welt. Dort ducken sich die Rehkitze instinktiv und fliehen bei Gefahr nicht – ein Verhalten, das ihnen beim Mähen oft zum Verhängnis wird. Gerade im Frühjahr beginnen Landwirte mit der Mahd, wodurch es immer wieder zu tragischen Unfällen kommt.
Hier setzt die Drohnentechnik an. Da sich Wiesen in den frühen Morgenstunden schnell aufheizen, lassen sich die noch kühlen Körper der Rehkitze mithilfe von Wärmebildkameras besonders gut erkennen. So können die Tiere rechtzeitig aufgespürt und vor den Mäharbeiten in Sicherheit gebracht werden.
Mehrere Felder wurden an diesem Morgen erfolgreich kontrolliert. Wird ein Rehkitz entdeckt, folgt ein genau abgestimmtes Vorgehen, um das Tier möglichst stressfrei zu bergen und später wieder freizulassen – Details dazu wollen die Beteiligten in Kürze über ihre Social-Media-Kanäle veröffentlichen.
Der Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können, um Wildtiere zu schützen – ein stiller, aber wichtiger Beitrag zum Naturschutz in der Region.

