Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag vieler Menschen angekommen und spielt zunehmend auch in persönlichen Lebensbereichen eine Rolle. Immer häufiger werden Chatbots nicht nur für Informationen genutzt, sondern auch für Fragen rund um Liebe, Konflikte und Gefühle.
Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: Rund jeder vierte Nutzer holt sich inzwischen Rat bei Beziehungsthemen von einer KI. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar etwa jeder Dritte. Besonders gefragt sind praktische Hilfestellungen, etwa beim Formulieren schwieriger Nachrichten, beim Umgang mit Streit oder bei Eifersucht.
Doch Fachleute sehen diese Entwicklung kritisch. Psychologen betonen, dass digitale Angebote zwar unterstützen können, jedoch nicht jede KI für sensible Themen geeignet ist. Speziell entwickelte Anwendungen für psychologische Unterstützung gelten als deutlich sinnvollere Alternative.
Auch medizinische Stimmen warnen vor möglichen Folgen. Wer sich dauerhaft auf KI bei alltäglichen und persönlichen Fragen verlässt, trainiert wichtige Denkprozesse weniger. Besonders Kinder und Jugendliche sind davon betroffen, da sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Werden eigene Problemlösungen und soziale Interaktionen zu selten geübt, kann das langfristige Auswirkungen auf Gedächtnis und psychische Gesundheit haben.
Fest steht: Künstliche Intelligenz kann Orientierung bieten und im Alltag helfen echte Gespräche mit Freunden oder Partnern kann sie jedoch nicht ersetzen.

