Lufthansa setzt Nahost-Flüge wegen Sicherheitslage länger aus – Lemgo Radio Nachrichten
Politik8 Min. Lesezeit

Lufthansa setzt Nahost-Flüge wegen Sicherheitslage länger aus

Lilly Hachmeister

Die Lufthansa Group streicht wegen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zahlreiche Flüge in den Nahen Osten bis mindestens Ende Oktober. Betroffen sind viele Ziele in der Golfregion, während einige Verbindungen – etwa nach Dubai und Tel Aviv – früher wieder aufgenommen werden könnten. Grund sind anhaltende Angriffe, gesperrte Lufträume und stark eingeschränkter Flugbetrieb in Ländern wie Katar und Israel.

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group stellen zahlreiche Verbindungen in den Nahen Osten für mehrere Monate ein. Grund dafür sind anhaltende Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt sowie operative Einschränkungen im Luftverkehr. Viele Ziele in der Golfregion werden nun bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen.

Betroffen sind unter anderem Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran. Eine Ausnahme bildet die Tochtergesellschaft Eurowings, die ihre Flüge nach Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April pausiert. Für Dubai und Tel Aviv gilt innerhalb des Konzerns eine kürzere Aussetzung bis zum 31. Mai, während einzelne Verbindungen bereits Ende April wieder aufgenommen werden könnten.

Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen, an denen unter anderem Israel und die USA beteiligt sind, kommt es immer wieder zu Angriffen auf Infrastruktur in der Region. Flughäfen wurden wiederholt Ziel von Drohnen- und Raketenattacken, was den Flugbetrieb erheblich beeinträchtigt.

Auch wichtige Drehkreuze wie Dubai oder Doha sind derzeit nur eingeschränkt erreichbar. In einigen Fällen dürfen ausländische Airlines vorübergehend gar nicht operieren, während der Luftraum von Katar größtenteils geschlossen bleibt. Zwar wurden zuletzt vereinzelt Flüge wieder aufgenommen, die Lage bleibt jedoch angespannt.

Zusätzlich ist der Flugverkehr nach Israel weiterhin stark reduziert. Am größten Flughafen des Landes nahe Tel Aviv kam es zuletzt zu Schäden durch herabfallende Raketenteile. Vor diesem Hintergrund hält der Lufthansa-Konzern an seinen vorsorglichen Flugstreichungen fest.

Lemgo Radio

Jetzt einschalten!