Rückenschmerzen sorgen in Ostwestfalen-Lippe weiterhin für viele Krankmeldungen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zum bundesweiten Tag der Rückengesundheit am 15. März.
Demnach verursachten Rückenbeschwerden im Jahr 2025 insgesamt 3.674.757 Fehltage bei den Versicherten der Krankenkasse. Im Vergleich zum Vorjahr ist das zwar ein leichter Rückgang von 2,5 Prozent, dennoch bleibt das Niveau hoch. Langfristig betrachtet ist der Anstieg deutlich: Im Vergleich zu 2015 liegen die Ausfalltage heute rund 58 Prozent höher.
Nach Angaben der AOK befinden sich derzeit fast drei Millionen Menschen in Ostwestfalen-Lippe wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung. Das entspricht mehr als einem Drittel der Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit, betroffen zu sein, steigt mit zunehmendem Alter. In den meisten Altersgruppen leiden zudem Frauen häufiger unter Rückenbeschwerden als Männer.
AOK-Vorstandschef Tom Ackermann bezeichnet Rückenschmerzen als eines der größten Gesundheitsprobleme. Sie schränkten die Lebensqualität stark ein und könnten schnell chronisch werden.
Als Risikofaktoren gelten unter anderem Bewegungsmangel, langes Sitzen, schwere körperliche Belastung oder einseitige Körperhaltungen. Auch Stress, Depressionen, Rauchen, Alkohol oder Übergewicht können das Risiko erhöhen.
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung bleibt laut AOK regelmäßige Bewegung. Wer bei Schmerzen dauerhaft schont und sich wenig bewegt, riskiere eine Verschlechterung der Beschwerden. Deshalb setzt die Krankenkasse unter anderem auf ihre Kampagne „Gesunder Rücken – stark fürs Leben“. Über ein Online-Trainingsprogramm können Interessierte dabei kostenlose Übungen für den Alltag kennenlernen.

