Der Schmiergeld-Skandal beim Baukonzern Goldbeck ist juristisch aufgearbeitet: Drei frühere Manager wurden nun wegen Untreue verurteilt. Zwei von ihnen müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis, berichten Medien
Seit Dezember hatte das Landgericht Bielefeld den Fall verhandelt. Die Staatsanwaltschaft zeichnete das Bild eines systematischen Korruptionsgeflechts: Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe, Scheinrechnungen und Steuerhinterziehung. Nun steht fest: Das Gericht folgte in wesentlichen Punkten der Anklage.
Haftstrafen für zwei Angeklagte
Nach Überzeugung des Gerichts kassierten zwei der Männer über Jahre hinweg Schmiergelder von Subunternehmern. Im Gegenzug sollen sie Aufträge gezielt an jene Firmen vergeben haben, die zahlten.
Das Strafmaß: drei Jahre und neun Monate Haft für einen Angeklagten, zweieinhalb Jahre für den zweiten.
Der dritte Beschuldigte war laut Urteil nur an einzelnen Taten beteiligt. Er erhielt eine Bewährungsstrafe.
2,6 Millionen Euro kassiert
Insgesamt sollen die ehemaligen Führungskräfte rund 2,6 Millionen Euro eingestrichen haben. Der Bielefelder Konzern selbst brachte die Machenschaften ans Licht, erstattete Anzeige und trennte sich von den betroffenen Managern.
Mit dem Urteil setzt das Gericht ein deutliches Signal gegen Korruption in der Wirtschaft. Ob die Verurteilten Revision einlegen, ist bislang nicht bekannt.

