Millionen Streams, kaum Geld: Was als Erfolgsmodell der Musikindustrie gilt, wird für viele Künstler zur Falle. Stars wie Herbert Grönemeyer oder Balbina kritisieren das System von Spotify scharf. Der Grund: Einnahmen aus Abos landen in einem großen Topf und werden nach Marktanteilen verteilt ein
Modell, das Superstars wie Taylor Swift begünstigt, während kleinere Acts leer ausgehen. Studien zeigen: Labels kassieren über 40 Prozent, Plattformen rund 30 für Künstler bleibt oft nur ein
Bruchteil. Ein Boykott? Kaum möglich, denn Streaming bestimmt Reichweite und Sichtbarkeit. Algorithmen entscheiden mit, wer gehört wird. Nun wächst der Druck auf Politik und Branche.
Diskutiert werden fairere Modelle, etwa nutzerzentrierte Vergütung. Doch noch ist das System eine Blackbox und der Kampf um gerechte Bezahlung längst eröffnet.

