Mobilitätswende auf dem Prüfstand: Fünf Kommunen starten Fußverkehrs-Check 2026 – Lemgo Radio Nachrichten
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Mobilitätswende auf dem Prüfstand: Fünf Kommunen starten Fußverkehrs-Check 2026

Florian Jäger

Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Mobilität rücken fünf Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe den Fußverkehr stärker in den Mittelpunkt.

Die Mobilitätswende in Nordrhein-Westfalen bekommt neuen Schwung und zwar zu Fuß. Gleich fünf Kommunen aus Westfalen-Lippe beteiligen sich am „Fußverkehrs-Check NRW 2026“ und setzen damit ein deutliches Zeichen für nachhaltige Verkehrsentwicklung.

Die Städte Drensteinfurt, Dülmen, Iserlohn, Paderborn sowie die Gemeinde Möhnesee konnten sich in einem landesweiten Wettbewerb durchsetzen. Die Teilnahmeurkunden wurden bereits im April von Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer überreicht.

Unterstützt durch das Zukunftsnetz Mobilität NRW und gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, werden die Kommunen im kommenden Jahr gezielt die Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger analysieren und verbessern. Ziel ist es, den Fußverkehr als gleichberechtigte Verkehrsart zu stärken.

„Ein starker Fuß- und Radverkehr sind die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr“, betonen Vertreter der WestfalenTarif GmbH. Besonders im Fokus steht dabei die sogenannte „erste und letzte Meile“ also der Weg von und zu Haltestellen, der entscheidend für die Attraktivität nachhaltiger Mobilitätsangebote ist.

Die hohe Bedeutung des Projekts zeigt sich auch in den Bewerbungszahlen: Mit 41 teilnehmenden Kommunen verzeichnete der Wettbewerb einen neuen Rekord. Dass gleich fünf Plätze an Städte und Gemeinden aus Westfalen-Lippe gehen, unterstreicht das Engagement der Region.

Ein zentrales Element des Fußverkehrs-Checks ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Fachverbänden werden vor Ort Schwachstellen identifiziert und konkrete Verbesserungsmaßnahmen entwickelt. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit und Barrierefreiheit, sondern auch um Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit im Alltag.

Begleitet wird der gesamte Prozess von einem Planungsbüro, das die Ergebnisse bündelt und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Diese fließen anschließend in politische Entscheidungsprozesse ein.

Der Fußverkehrs-Check gilt als wichtiger Baustein der Mobilitätswende denn kaum eine Fortbewegungsart ist so umweltfreundlich, kostengünstig und alltagsnah wie das Gehen. Westfalen-Lippe macht damit einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Verkehrszukunft.

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