Vor dem Landgericht in Rostock hat der Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow begonnen. Im Zentrum steht eine 30-jährige Angeklagte, die laut Staatsanwaltschaft das Kind im Oktober 2025 an einem Teich nahe Klein Upahl mit mehreren Messerstichen getötet haben soll. Zu den Vorwürfen hat sie bislang geschwiegen.
Der Prozess gilt als außergewöhnlich umfangreich: Mindestens 17 Verhandlungstage sind angesetzt, mehr als 60 Zeugen sollen gehört und zahlreiche Gutachten ausgewertet werden. Das öffentliche Interesse ist enorm allein für Medienvertreter wurden dutzende Plätze reserviert.
Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Fabian war am 10. Oktober 2025 verschwunden, nachdem er krank zu Hause geblieben war. Tage lang suchten Einsatzkräfte mit großem Aufwand nach dem Jungen. Erst vier Tage später wurde seine Leiche in einem Waldstück entdeckt. Die Obduktion ergab, dass das Kind durch mehrere Messerstiche getötet wurde; anschließend wurde der Körper offenbar in Brand gesetzt.
Die Ermittlungen gestalteten sich aufwendig: Rund 1.000 Spuren wurden verfolgt, ehe die Polizei schließlich auf die Spur der Tatverdächtigen kam. Hinweise aus der Fernsehsendung Aktenzeichen XY… ungelöst spielten dabei eine entscheidende Rolle. Kurz darauf wurde die Frau festgenommen, sie sitzt seit November in Untersuchungshaft.
Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen. Die Mutter des getöteten Jungen tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Ein Urteil könnte frühestens im Sommer fallen doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Fall die Öffentlichkeit noch lange beschäftigen wird.

