Der Sicherheitsexperte Peter Neumann rechnet im Streit um Grönland nicht mit einer unmittelbaren militärischen Invasion durch die USA, warnt aber vor einer schrittweisen Eskalation. In der ZDF-Sendung "Markus Lanz" sagte der Professor vom King’s College in London, denkbar seien militärische Machtdemonstrationen wie Manöver über Grönland oder provokative Tiefflüge amerikanischer Kampfjets. Zudem sieht Neumann die Gefahr politischer Erpressung, etwa durch einen möglichen Rückzug der US-Unterstützung für die Ukraine.
Solche Provokationen würden Europa vor schwierige Entscheidungen stellen und erinnerten an das Vorgehen Chinas gegenüber Taiwan. Neumann betonte, Europa müsse seine politischen Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nutzen, um klar gegenzusteuern. Entscheidend sei jedoch, eine militärische Eskalation zu verhindern, da Europa in einem solchen Fall kaum eigene Handlungsmöglichkeiten hätte.

