Ölspuren auf Straßen sorgen immer wieder für aufwendige Einsätze und Verkehrsbehinderungen. In Barntrup wird deshalb derzeit ein neues Verfahren getestet, das die Reinigung deutlich beschleunigen und gleichzeitig die Einsatzkräfte entlasten soll. Bislang greifen Feuerwehr und Bauhof bei ausgelaufenen Betriebsstoffen meist zu klassischem Ölbindemittel. Dieses wird auf die verschmutzte Stelle gestreut, nimmt die Flüssigkeit auf und muss anschließend mühsam zusammengekehrt und entsorgt werden. Gerade bei größeren Ölspuren kann ein solcher Einsatz mehrere Stunden dauern – mit entsprechenden Sperrungen und Einschränkungen für den Verkehr. Das nun getestete Verfahren verfolgt einen anderen Ansatz. Statt Bindemittel kommt ein spezielles flüssiges Reinigungsmittel zum Einsatz. Es wird gezielt auf die betroffene Fahrbahn aufgetragen und löst Öl- und Kraftstoffreste direkt von der Oberfläche. Danach kann die Straße mit Wasser abgespült werden. Ein besonderer Vorteil liegt laut Verantwortlichen darin, dass sich das Reinigungsmittel sowie die gelösten Rückstände weitgehend selbst abbauen. Dadurch entfällt die aufwendige Entsorgung großer Mengen verschmutzten Bindemittels – ein Aspekt, der sowohl Zeit spart als auch logistische Abläufe vereinfacht. Seit Mitte Februar läuft die Testphase. In den kommenden Monaten will die Stadt genau prüfen, wie effektiv und praxistauglich die Methode tatsächlich ist. Neben der Reinigungsleistung stehen auch der Materialverbrauch, der Zeitaufwand und mögliche Auswirkungen auf den Straßenbelag im Fokus. Sollten die Ergebnisse überzeugen, könnte das Verfahren künftig regelmäßig in Barntrup eingesetzt werden. Für Autofahrer und Anwohner würde das vor allem eines bedeuten: kürzere Einsätze und schneller wieder freie Straßen nach einem Ölunfall.

LokalesNeues Verfahren gegen Ölspuren: Barntrup testet innovative Reinigungsmethode
Neues Verfahren gegen Ölspuren: Barntrup testet innovative Reinigungsmethode
MATTHIAS MASNATA
Ölspuren auf Straßen sorgen immer wieder für aufwendige Einsätze und Verkehrsbehinderungen. In Barntrup wird deshalb derzeit ein neues Verfahren getestet, das die Reinigung deutlich beschleunigen und gleichzeitig die Einsatzkräfte entlasten soll.
