In Nordrhein-Westfalen sollen Schülerinnen und Schüler künftig systematisch zu ihrem Schulleben befragt werden. Ziel des Pilotprojekts ist es, mehr über Sorgen, Belastungen und die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen an den Schulen zu erfahren.
Alle öffentlichen Schulen und privaten Ersatzschulen wurden in dieser Woche eingeladen, am ersten großen Testlauf teilzunehmen, wie Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in Düsseldorf berichtete.
Die Befragung erfolgt über ein digitales Portal, in dem die Kinder und Jugendlichen ihre Antworten anonym eintragen können. Dabei geht es unter anderem um den Umgang miteinander, den Alltag an der Schule und die Möglichkeiten, über schulische Angelegenheiten mitzuentscheiden. Für Grundschüler sind 30 Fragen vorgesehen, an weiterführenden Schulen umfasst der Fragebogen 40 Punkte. Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten anschließend digitale Ergebnisberichte, in denen die Rückmeldungen zusammengefasst sind.
Mit dem Schüler-Feedback reagiert das Ministerium auf Studien, die zeigen, dass viele Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei ihrer sozial-emotionalen Entwicklung benötigen. „Soziale und emotionale Kompetenzen sind genauso wichtig wie Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen“, betonte Feller. Um Kinder und Jugendliche gezielt fördern zu können, sei es unerlässlich, ihnen genau zuzuhören.
Das Projekt soll es den Schulen ermöglichen, auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen und die Mitbestimmung am Schulleben stärker zu verankern.

