Der angekündigte Streik im öffentlichen Nahverkehr stellt viele Familien vor große Herausforderungen – an der Schulpflicht ändert das jedoch nichts. Nach Angaben des NRW-Schulministeriums müssen Kinder auch bei Streiks am Präsenzunterricht teilnehmen. Eltern sind dafür verantwortlich, den Schulweg zu organisieren.
Versuche einzelner Schulen, auf Distanzunterricht auszuweichen, wurden vom Schulministerium gestoppt. So hatte die Gesamtschule Rosenhöhe für höhere Klassen zeitweise Unterricht von zu Hause aus angeboten. Laut Schulleitung ist das jedoch nicht erlaubt. Auch Kritik von Eltern führte dazu, dass wieder ausschließlich Präsenzunterricht stattfindet.
Gleichzeitig gibt es auch Gegenstimmen: Einige Eltern hätten sich ausdrücklich für Distanzunterricht ausgesprochen, berichtet Schulleiterin Claudia Hoppe. Viele Familien verfügten weder über ein Auto noch über Fahrräder oder flexible Arbeitszeiten. Ohne Alternative drohe manchen Kindern schlicht ein verlorener Schultag ohne Struktur.
Für den aktuellen Streik gibt es zumindest leichte Entlastung: Das Verkehrsunternehmen moBiel hat angekündigt, dem Schulverkehr Priorität einzuräumen. Dennoch kommt es vor allem im Süden der Stadt zu erheblichen Einschränkungen.

