Offizielle Stellungnahme des VitaSol zum Vorfall – Lemgo Radio Nachrichten
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Offizielle Stellungnahme des VitaSol zum Vorfall

Sina Heine

Nach dem Vorfall in der VitaSol Therme am 7. März 2026 hat die Thermenleitung eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Eine angebliche Wolkenbildung über einem Becken konnte nicht bestätigt werden.

Nach dem Vorfall in der VitaSol Therme am Samstag, dem 7. März 2026, hat die Thermenleitung nun eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Darin betont das Unternehmen, dass der Vorfall sehr ernst genommen werde. Anlass ist ein fünfjähriger Junge, der im zeitlichen Zusammenhang mit einem Aufenthalt in der Therme gesundheitliche Auffälligkeiten zeigte.

Nach Angaben der Betreiber widersprechen jedoch mehrere Beobachtungen den zuvor veröffentlichten Medienberichten. Eine angebliche Wolkenbildung über einem Becken könne nach aktuellem Stand nicht bestätigt werden. Sowohl Kameraaufnahmen als auch Aussagen anwesender Personen würden zeigen, dass es keine ungewöhnliche Wolkenbildung gegeben habe – abgesehen von der üblichen thermalen Dampfbildung, die in solchen Anlagen regelmäßig entsteht.

Bekannt ist bislang, dass es am Samstagabend zu technischen Unregelmäßigkeiten innerhalb der Anlage kam. Die genaue Ursache, der Umfang sowie der zeitliche Ablauf dieser Störung werden derzeit intern rekonstruiert. Direkt nach Bekanntwerden der technischen Auffälligkeiten und der Meldung über gesundheitliche Beschwerden wurde das betroffene Becken vorsorglich geräumt.

Im Anschluss leitete die Therme eine umfassende interne Untersuchung ein. Dabei werden unter anderem technische Anlagen- und Betriebsdaten ausgewertet, Mess- und Regelkreise überprüft und die Ereignisabläufe im Haus genau analysiert. Auch Gespräche mit den zu diesem Zeitpunkt diensthabenden Mitarbeitenden gehören zur Aufklärung. Ziel sei es, eine vollständige und nachvollziehbare zeitliche Rekonstruktion der Ereignisse zu erstellen, um mögliche Ursachen eindeutig identifizieren oder ausschließen zu können.

Bereits am selben Abend führten die technische Leitung der Therme sowie externe Einsatzkräfte erste Prüfungen durch. Nach deren Einschätzung bestand keine akute Gefahr mehr, sodass das betroffene Becken noch am Samstagabend wieder freigegeben werden konnte.

Unabhängig von der laufenden Untersuchung wurden zusätzliche Sicherheitskontrollen und technische Prüfungen angeordnet. Damit soll gewährleistet werden, dass Gäste die Therme weiterhin sicher nutzen können. Sollten sich im Verlauf der Untersuchung Hinweise auf sicherheitsrelevante Zusammenhänge ergeben, will die Thermenleitung umgehend weitere Maßnahmen einleiten und diese mit den zuständigen Behörden abstimmen.

Die VitaSol Therme kündigte außerdem an, transparent über neue Erkenntnisse zu informieren. Gleichzeitig wolle man Spekulationen vermeiden und Ergebnisse erst veröffentlichen, wenn sie gesichert vorliegen. Für Medien und Öffentlichkeit wurde eine zentrale Ansprechstelle eingerichtet, über die Informationen gebündelt weitergegeben werden.

Abschließend äußerte die Thermenleitung ihr Bedauern über den Vorfall und den entstandenen Schreck bei Gästen und Beteiligten. Die Sicherheit und das Wohl der Besucher hätten seit Jahrzehnten höchste Priorität. Zudem betont das Unternehmen, dass es einen vergleichbaren Vorfall bislang in keiner der Thermen der Kannewischer Collection gegeben habe. Man setze nun alles daran, die technischen Unregelmäßigkeiten vom 7. März vollständig aufzuklären und – falls notwendig – zusätzliche Präventionsmaßnahmen umzusetzen.

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