Opel‑Mutter Stellantis schreibt 22,3 Milliarden Euro Verlust – Milliardenabschreibungen belasten Konzern – Lemgo Radio Nachrichten
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Opel‑Mutter Stellantis schreibt 22,3 Milliarden Euro Verlust – Milliardenabschreibungen belasten Konzern

MATTHIAS MASNATA

Für die europäische Autobranche ist es ein schwerer Schlag: Der Mutterkonzern von Opel, Peugeot und Jeep, Stellantis, hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von rund 22,3 Milliarden Euro gemeldet.

Für die europäische Autobranche ist es ein schwerer Schlag: Der Mutterkonzern von Opel, Peugeot und Jeep, Stellantis, hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von rund 22,3 Milliarden Euro gemeldet. Ursache sind vor allem massive Wertminderungen im Zuge der Elektroauto-Strategie des Konzerns, die die Bilanz tief ins Minus rutschen lassen Die Abschreibungen summieren sich auf etwa 25,4 Milliarden Euro und spiegeln die notwendigen Anpassungen an eine schwächelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Kernmärkten wie den USA wider. Hinzu kommt die politische Veränderung in den Vereinigten Staaten: Subventionen für E‑Mobilität wurden gestrichen und Abgasregelungen gelockert – Faktoren, die die Marktbedingungen zusätzlich erschwerten Antonio Filosa, seit kurzem Vorstandsvorsitzender, kündigte umfassende Restrukturierungsmaßnahmen an. Dazu zählen die Streichung einzelner Elektroauto-Modelle, die Ausweitung von Verbrenner- und Hybridfahrzeugen sowie Optimierungen in Produktion und Lieferketten. Gleichzeitig soll das Tagesgeschäft durch Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen stabilisiert werden. Der Konzernverlust wirkt sich auch auf die Aktionäre aus: Die Dividende für 2026 wird ausgesetzt, um die Kapitalbasis zu stärken und Investitionen in die Zukunft zu sichern. Experten sehen darin sowohl die strukturellen Herausforderungen der europäischen Automobilindustrie als auch einen strategischen Wendepunkt für große Fahrzeughersteller. Für die kommenden Jahre bleibt Stellantis vorsichtig optimistisch: Eine schrittweise Erholung des operativen Geschäfts wird erwartet, ein positiver freier Cashflow könnte frühestens ab 2027 realisiert werden. Der Konzern betont, dass die derzeitigen Maßnahmen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern sollen.

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