Vor der Strafkammer I des Landgericht Detmold muss sich am Mittwoch, 25. März 2026, ein 37-jähriger Mann aus Lemgo verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Das Verfahren war bereits im September 2025 angekündigt worden, wurde jedoch neu terminiert.
Neun Fälle zwischen 2023 und 2024
Laut Anklage soll der Angeklagte zwischen März 2023 und November 2024 in Lemgo und Detmold in insgesamt neun Fällen gemeinsam mit einem gesondert verfolgten Mitbeschuldigten mit Kokain gehandelt haben.
Demnach habe der Mann das Kokain bei bislang unbekannten Zulieferern beschafft und anschließend zur Wohnanschrift seines mutmaßlichen Komplizen im Biesterbergweg in Lemgo gebracht. Dort sei die Ware entgegengenommen, in der Wohnung gelagert, teilweise gestreckt und für den Weiterverkauf portioniert worden.
Der Mitbeschuldigte soll beim Verkauf weitgehend freie Hand gehabt haben. Einen Teil der Einnahmen habe er behalten dürfen, darüber hinausgehende Erlöse seien an den Angeklagten geflossen. Insgesamt sollen rund 400 Gramm Kokain zu einem Gesamtpreis von etwa 13.500 Euro umgesetzt worden sein.
Drogen, Bargeld und Munition sichergestellt
Bei einer gerichtlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des gesondert Verfolgten im November 2024 stellten Ermittler nach Gerichtsangaben rund 188 Gramm Kokain, etwa 15 Gramm Heroin, 70 Tabletten Pregabalin, Streckmittel sowie Verpackungsmaterial und eine Feinwaage sicher.
Am selben Tag wurde auch die Wohnung des Angeklagten in der Straße Allandsbusch in Detmold durchsucht. Dort fanden die Beamten zwei Feinwaagen, ein Mobiltelefon, 390 Euro Bargeld, das mutmaßlich aus Drogengeschäften stammen soll, sowie 100 Schuss Munition des Kalibers 9 mm „Luger“.
Entscheidung steht noch aus
Ob sich die Vorwürfe bestätigen, wird nun die Hauptverhandlung vor der Strafkammer klären müssen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

