Prozess wegen schwerer Tierquälerei am Amtsgericht Lemgo – Lemgo Radio Nachrichten
Lokales5 Min. Lesezeit

Prozess wegen schwerer Tierquälerei am Amtsgericht Lemgo

Lilly Hachmeister

Am Amtsgericht Lemgo muss sich derzeit ein 28-jähriger Mann aus Extertal wegen schwerer Tierquälerei verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, innerhalb von drei Monaten zwei Hunde massiv misshandelt zu haben.

Am Amtsgericht Lemgo muss sich derzeit ein 28-jähriger Mann aus Extertal wegen schwerer Tierquälerei verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, innerhalb von drei Monaten zwei Hunde massiv misshandelt zu haben. Neben einer möglichen Haftstrafe droht dem Angeklagten auch ein mehrjähriges Tierhalteverbot.

Laut Anklage soll der Mann zwischen August und Ende Oktober 2024 einen vier Monate alten Mischlingsrüden über längere Zeit gequält haben. Eine Tierärztin stellte bei dem Hund gravierende Verletzungen fest. Demnach ließ sich die Haut des Tieres auf einer Fläche von rund zehn Zentimetern nahezu problemlos abziehen – ein deutliches Zeichen für massive Gewalteinwirkung. Aufgrund der Schwere und des fortgeschrittenen Zustands der Verletzungen blieb nur die Einschläferung des Welpen.

Trotz des ersten Vorfalls soll der 28-Jährige kurz darauf einen weiteren Hund angeschafft haben – einen neun Monate alten Hund aus Rumänien. Auch dieses Tier soll erheblich misshandelt worden sein. Die wiederholten Vorwürfe deuten laut Anklage auf ein systematisches Vorgehen hin.

Dem Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe sowie ein Tierhalteverbot von bis zu fünf Jahren. Der Fall sorgt bereits im Vorfeld der Entscheidung für großes öffentliches Interesse. Beobachter sehen in dem Verfahren ein mögliches Signal für einen konsequenteren Umgang mit Fällen von Tiermisshandlung und eine Verschärfung der gesellschaftlichen Debatte über den Schutz von Tieren.

Lemgo Radio

Jetzt einschalten!