Überfüllte Kalender, endlose Meetings und wachsende To-do-Listen: In vielen Teams sammelt sich über Jahre ein unsichtbarer Ballast an. Laut Teamentwicklerin Evelyn Wurster sind es oft Routinen, die nie hinterfragt werden regelmäßige Meetings ohne echten Nutzen, komplexe Freigaben oder Berichte, die kaum jemand liest.
Hinzu kommen eingefahrene Verhaltensmuster: vorschnelle Zusagen, blockierende Haltungen oder Perfektionismus. All das kostet Zeit, Energie und Produktivität.
Wurster empfiehlt einen „Frühjahrsputz im Team“: Zuerst müsse man erkennen, was überflüssig ist. Dann folgt die Analyse was kostet viel Aufwand, bringt aber wenig Nutzen? Im nächsten Schritt heißt es: streichen, reduzieren oder hinterfragen. Veränderungen sollten zunächst getestet werden, um Akzeptanz zu schaffen.
Doch der Wandel kann Konflikte auslösen. Unterschiedliche Bedürfnisse und der Wegfall von Aufgaben erfordern Fingerspitzengefühl und vor allem Wertschätzung. Denn nur so wird aus Aufräumen echte Verbesserung.

